Hüftdysplasie
Hüftdysplasie bei Hunden und Katzen
Die Hüftdysplasie ist eine Erkrankung bei Hunden und Katzen, die das Gelenk zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Becken betrifft. Obwohl sie zum Teil erblich bedingt ist, ist sie nicht unbedingt von Geburt an vorhanden, sondern kann während des Wachstums auftreten und sich manchmal noch später äußern.
Sie manifestiert sich durch eine abnormale Laxität, die zu einer Subluxation des Oberschenkelknochens führt, wenn der Hund läuft, so als ob der Knochen teilweise "auskugelt". Dies führt zu einer chronischen Entzündung, Knorpelschäden durch Reibung und führt systematisch zur Entwicklung von Arthrose. Die Schmerzen und Behinderungen, die durch diese Anomalie und das Vorhandensein von Arthrose verursacht werden, sind von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Sie müssen korrekt beurteilt werden, um die Behandlungsmodalitäten festzulegen.
Warum leidet mein Hund oder meine Katze an Hüftdysplasie?
Es handelt sich um eine Erbkrankheit. Diese Anomalie wird von vielen verschiedenen Genen getragen, die mehr oder weniger stark ausgeprägt sind, was zum Teil den Schweregrad der Krankheit bei verschiedenen Individuen erklärt. Dies erklärt, warum normale Eltern zu abnormalen Welpen oder Kätzchen führen können.
Es gibt jedoch auch andere Ursachen, die zu einer Verschlimmerung der Dysplasie führen können, wie z.B. eine zu starke Aktivität während des Wachstums oder eine zu reichhaltige Ernährung, die ein zu schnelles Wachstum anregt.
Welche Rassen sind für Hüftgelenksdysplasie prädisponiert?
Obwohl alle Hunde betroffen sein können, erfordern viele Rassen eine besondere Überwachung, insbesondere während des Wachstums, um eine mögliche Hüftgelenksdysplasie zu erkennen. Sie ist häufiger bei großen Rassen wie Deutschen Schäferhunden, Rottweilern, Labradoren, Golden Retrievern, Neapolitanischen Matins, Australischen Schäferhunden usw. anzutreffen. Er ist jedoch auch bei anderen kleineren Rassen wie Cocker Spaniel, Springer Spaniel, Englische Bulldogge, Spaniel häufig anzutreffen.
Bei den Katzen ist die Main Coon am häufigsten betroffen.
Wann sollte ich bei meinem Hund oder meiner Katze eine Dysplasie vermuten?
Die Hüftdysplasie tritt meist bei jungen Tieren auf. Ihr Hund kann Schwierigkeiten beim Aufstehen haben, mit einem seiner Hinterbeine humpeln, wie ein Kaninchen mit beiden Hinterbeinen zusammen rennen, Schwierigkeiten beim Treppensteigen haben oder einfach ungewöhnlich ruhig sein. Viele von ihnen haben auch einen schwankenden Gang, als ob sie mit dem Hintern rollen würden. Manchmal sind äußere Anzeichen wie Muskelschwund in einem oder beiden Oberschenkeln oder vorstehende Hüftknochen zu erkennen. Eine Dysplasie kann in jungen Jahren unbemerkt bleiben und sich erst bei der Entwicklung von Arthrose bemerkbar machen. Eine Untersuchung Ihres Hundes, der Schwierigkeiten hat, sich auf den Hinterbeinen fortzubewegen, sollte daher unabhängig vom Alter des Tieres systematisch von Ihrem Tierarzt durchgeführt werden.
Wie kann ich feststellen, ob mein Hund oder meine Katze an Dysplasie leidet?
Eine Manipulation der Hüften Ihres Tieres durch Ihren Tierarzt ist notwendig, um die Diagnose auf Hüftdysplasie zu lenken. Diese Manipulation erfordert manchmal eine Anästhesie, um eine vollständige Entspannung der Muskeln zu erreichen. Wenn eine Dysplasie vermutet wird, werden Röntgenaufnahmen unter Narkose gemacht, um die Vermutung zu bestätigen. Diese Röntgenaufnahmen werden insbesondere von einigen Rasseclubs im Rahmen der Zucht verlangt, um das Risiko der Übertragung dieser Anomalie zu verringern.
Manchmal sind Röntgenaufnahmen unter Distraktion, die einen Penn Hip oder Vezzoni Distraktor erfordern, für eine vollständige Beurteilung erforderlich.
Anhand dieser Röntgenuntersuchungen wird die Diagnose Dysplasie gestellt oder nicht, und gegebenenfalls kann ein Schweregrad angegeben werden.
Je nach Rasse, der Ihr Tier angehört, kann eine Früherkennung der Dysplasie bei Hunden vor dem Alter von 20 Wochen empfohlen werden. Bei Bestätigung der Dysplasie kann eine moderate chirurgische Korrektur durch Symphysiodese die Prognose des Tieres erheblich verbessern. Es ist jedoch unbedingt erforderlich, dass diese Behandlungen im jungen Alter des Tieres durchgeführt werden.
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