Arthrose und Arthritis
Arthrose und Arthritis bei Hund, Katze und NAC
Arthrose ist eine Gelenkerkrankung, die als degenerativ bezeichnet wird. Sie verläuft chronisch und kann sowohl junge als auch ältere Tiere betreffen. Arthrose ist ein Zeichen für eine Gelenkerkrankung, die häufig mit Instabilität verbunden ist und mit Knorpelschäden und Entzündungen einhergeht. Sie äußert sich durch mehr oder weniger starke Schmerzen, die sich in kongestiven Schüben entwickeln.
Arthrose betrifft potenziell alle Gelenke wie Ellenbogen, Hüften, Knie, Wirbel (Papageienschnäbel), Schulter, ...
Arthritis ist eine Entzündung eines oder mehrerer Gelenke (Polyarthritis). Es handelt sich um Erkrankungen, deren Ursprung infektiös (septische Arthritis), autoimmun oder immunvermittelt, Folge von Lupus oder rheumatoider Arthritis ... sein kann. Bei chronischem Verlauf führt die Schädigung des betroffenen Gelenks zur Entwicklung einer Arthrose.
Warum leidet mein Tier an Arthrose?
Die Entwicklung von Osteoarthritis ist ein Zeichen für ein Leiden der Gelenke. Dieses Gelenkleiden tritt bei schlecht entwickelten Gelenken auf, wie z.B. bei Hüft- oder Ellbogendysplasie, bei Unfällen, bei denen die Bänder oder Knorpel eines Gelenks beschädigt wurden, oder auch bei wiederholten Mikroverletzungen aufgrund von starker sportlicher Betätigung oder chronischem Übergewicht.
Wie kann ich feststellen, ob mein Tier an Arthrose leidet?
Wenn Ihr Hund, Ihre Katze oder Ihr NAC Schwierigkeiten hat, sich zu bewegen oder zu lahmen, kann er/sie an Arthrose leiden. Manchmal, insbesondere bei Katzen, äußern sich Arthroseschmerzen einfach durch eine allmähliche Abnahme der Aktivität. Das Tier scheint ruhiger zu werden, schläft mehr und zieht sich zurück.
Eine Untersuchung Ihres Tieres durch Ihren Tierarzt ist dann notwendig. Wenn er Schmerzen vermutet, kann er Ihnen eine weitere Untersuchung empfehlen, wie z.B. eine Röntgenaufnahme, eine Arthroskopie oder eine Computertomographie, die das Vorhandensein von Arthrose bestätigen und möglicherweise die Ursache aufdecken kann.
Wie wird Arthrose behandelt?
Arthrose ist nicht heilbar. Wenn sie einmal vorhanden ist, bildet sie sich nicht mehr zurück. Es ist wichtig, ihre Entwicklung zu begrenzen und ihre negativen Auswirkungen auf das Tier, d.h. die Schmerzen, zu behandeln. Es gibt sehr viele Lösungen. Nur eine Untersuchung Ihres Tieres und eine Bilanz der Läsionen ermöglicht es, die geeignetsten und individuellsten Behandlungsmethoden zu bestimmen. Die Behandlung ist in der Regel multimodal und umfasst folgende Maßnahmen
- Eine gute Lebenshygiene: Übergewichtige oder fettleibige Tiere müssen abnehmen, um ihre Schmerzen kontrollieren zu können. Eine regelmäßige, aber kontrollierte Aktivität ist notwendig, um die Gelenkbewegungen aufrechtzuerhalten und die Ankylose zu begrenzen. Eine spezielle Ernährung für Gelenkerkrankungen kann je nach Art Ihres Tieres eingeführt werden. Es können auch Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden. Auch wenn ihr Nutzen nicht eindeutig nachgewiesen wurde, können einige Tiere durch diese Ernährungsweise eine echte Linderung erfahren (Chondroprotektoren).
- Schmerzbehandlung: Arthrose ist dauerhaft und die damit verbundenen Schmerzen sind es auch, selbst wenn sie sich in mehr oder weniger starken Schüben entwickeln. Studien haben gezeigt, dass eine kontinuierliche Schmerzbehandlung vorteilhafter ist als eine punktuelle, wenn die Schmerzen zu stark sind. Die Schmerzbehandlung hat sich sowohl hinsichtlich ihrer Wirksamkeit als auch ihrer Verträglichkeit stark weiterentwickelt.
- Physiotherapie: Für ein Gelenk ist Bewegung das Leben. Die Physiotherapie für unsere Haustiere entwickelt sich sehr gut. Sie ermöglicht die sanfte Mobilisierung der Gelenke und die Stärkung der Muskulatur, die für die Stabilität von defekten Gelenken unerlässlich ist.
- Chirurgie: Bei größeren Gelenkverletzungen ist eine Operation erforderlich, um das erkrankte Gelenk zu stabilisieren. Manchmal, wenn die Schmerzbehandlung an ihre Grenzen stößt, kann eine chirurgische Behandlung Ihrem Tier Erleichterung verschaffen.
- Innovative Behandlungen : Innovative Behandlungen ergänzen die Behandlungsmöglichkeiten bei Osteoarthritis.
Plättchenplasmakonzentrat oder PRP: Dies ist eine Behandlung, die in das schmerzende Gelenk infiltriert wird. Dem Tier wird Blut entnommen, durch Zentrifugation aufbereitet und ein Teil davon wieder in das Gelenk injiziert. Diese Behandlung wird seit langem in der Humanrheumatologie eingesetzt und hat eine interessante entzündungshemmende Wirkung ohne Nebenwirkungen.
Laserbehandlungen: Der Laser ist wirksam bei der Behandlung von Schmerzen. Er muss regelmäßig angewendet werden. In der Regel sind Kuren mit einer oder mehreren Sitzungen pro Woche über einen oder zwei Monate erforderlich. Diese Behandlung ist schmerzlos und kann bei allen Tieren angewendet werden;
Stammzellen: wahrscheinlich eine sehr interessante Behandlung für die Zukunft. Sie ermöglicht eine teilweise Regeneration der Gelenkstrukturen.
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