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Chirurgie der Hüftdysplasie

Behandlungen der Hüftdysplasie bei Hunden

Je nach Alter des Tieres, dem Ausmaß der Dysplasie, den geäußerten Schmerzen und dem Vorhandensein von Osteoarthritis-Läsionen können verschiedene Behandlungen durchgeführt werden, während andere kontraindiziert sind. Diese Behandlungen dienen dazu, die Anomalie während des Wachstums teilweise oder vollständig zu korrigieren, chronische Schmerzen zu lindern, wenn die medizinischen Behandlungen nicht mehr ausreichen, oder die Anatomie der kranken Hüfte zu korrigieren, um sie funktioneller zu machen.


Die Schambeinsymphysiodese

Dies ist eine frühe chirurgische Behandlung der Hüftdysplasie. Sie muss vor der 20. Lebenswoche des Tieres durchgeführt werden, um sein Wachstumspotenzial auszuschöpfen. Bei dieser Operation wird mit Hilfe von Kauterisationstechniken ein früher Verschluss des Wachstumsknorpels des Schambeins bewirkt. Diese Veränderung beeinflusst das Wachstum des Beckens und erhöht insbesondere die dorsale Hüftgelenkspfannenabdeckung. Dies führt zu einer besseren Stabilität der zu lockeren Hüfte und somit zu einer Verbesserung des Dysplasiegrades für das Tier.

Diese Technik ist minimal invasiv und die Schmerzen sind sehr gering. Das operierte Tier wird am Abend desselben Tages in voller Gehfähigkeit entlassen. Komplikationen sind sehr selten.

Diese Kriterien machen ihn zur Operation der Wahl für moderate Korrekturen von Hüftdysplasie bei Welpen unter 20 Wochen.

Eine frühzeitige Untersuchung der Hüften Ihres Hundes, wenn er einer Risikorasse angehört, ist daher unerlässlich, um eine mögliche Dysplasie zu erkennen, noch bevor Symptome auftreten.

Die doppelte Osteotomie des Beckens

Diese Operationstechnik ermöglicht es, die dorsale Hüftgelenkpfannenabdeckung zu verändern, d.h. die Art und Weise, wie das Becken den Oberschenkelkopf im Hüftgelenk abdeckt. Der Hüftkopf, der dazu neigt, teilweise aus dem Becken herauszurutschen, wird dadurch besser abgedeckt und somit stabiler.

Die Kriterien für die Aufnahme in diese Operation sind sehr streng. Eine gründliche Röntgenuntersuchung der Hüfte ist erforderlich, bevor die Indikation bestätigt werden kann. Eine wichtige Kontraindikation ist das Vorliegen einer Hüftarthrose vor der Operation.

Das Durchschnittsalter der Hunde, bei denen diese Operation durchgeführt wird, liegt bei sechs bis acht Monaten.

Bei der Operation wird die Ausrichtung der Pfanne nach Durchtrennung des Darmbeinhalses und des Schambeins geändert und mit einer verschraubten Metallplatte stabilisiert.

Die Nachbehandlung dauert 4 bis 6 Wochen, in denen Ihr Hund ruhen muss. Da dieser Eingriff an jungen Tieren vorgenommen wird, die sich noch im Wachstum befinden, ist die Wundheilung in der Regel gut und schnell.

Exzision einer Hüftarthroplastik

Hierbei handelt es sich um eine palliative Chirurgie. Sie ermöglicht eine Schmerzlinderung, wenn medizinische und andere Behandlungen nicht mehr ausreichen. Sie setzt voraus, dass die Muskulatur des Tieres, insbesondere die Gesäßmuskulatur, ausreichend ist, da ansonsten nur mittelmäßige Ergebnisse erzielt werden können.

Diese Operation führt nicht zu einer Wiederherstellung der normalen Gelenkfunktion, sondern soll vor allem die Lebensqualität verbessern, indem die mit der Arthrose verbundenen Schmerzen oder die durch Reibung und Subluxation der Hüfte verursachten Entzündungen gelindert werden. Obwohl sie möglich ist, wird sie bei schweren Hunden nicht empfohlen, da die funktionellen Ergebnisse weniger gut sind.

Es handelt sich also um eine Operation als letzte Möglichkeit, wenn andere Techniken nicht möglich sind.

Bei dieser Operation werden der Hals und der Kopf des Oberschenkelknochens aus der schmerzhaften Hüfte entfernt.

Die totale Hüftprothese

Dies ist die Technik der Wahl, da sie eine Rückkehr zur normalen Funktion des Gelenks ermöglicht. Dabei wird das Gelenk als Ganzes durch Prothesen ersetzt, die das ganze Leben des Tieres über eingesetzt bleiben. Diese Behandlung ist mit modernsten Techniken verbunden und erfordert eine gute Ausbildung des chirurgischen Teams. Wenn keine chirurgischen Komplikationen auftreten, ist die Rekonvaleszenz normalerweise schnell und die Wirkung dauerhaft. Die Kosten für diesen Eingriff sind hoch.